K-Beauty hat uns erreicht. Nachdem es in Amerika schon jahrelang Produkte aus Südkorea zu finden gibt, ist nun der Hype auch hier in Europa angelangt. Hype kann man es vielleicht noch nicht nennen, doch es kommen verschiedenste Kosmetika nun langsam aber sicher auch zu uns.

Zahlreiche Beauty Bloggerinnen wie Tensia, Who is Mocca?, Shias Welt , Innocent Culture und Beautymagazine wie die Wienerin, InStyle, Harper’s Bazaar und Woman haben den “Asianication” Trend schon erkannt.

Koreanische Hautpflegeprodukte werden als fortschrittlicher als heimische Produkte gehandelt. Dafür würde ich meine Hand aber nicht ins Feuer legen, denn alles hat seine Vor- und Nachteile! Was aber stimmt ist, dass Hautpflege in Korea eine besonders wichtige Rolle spielt.

Wird sich unsere Routine dank koreanischer Hautpflege ändern (also bei mir hat sich die Abendroutine wesentlich verändert! 😊) oder dient K-Beauty nur als Inspiration für heimische Kosmetikmarken?

Hautpflege aus Korea ist ein wenig schräg…

Was bei der Hautpflege bei uns nun vereinzelt vorkommt, sind Cremes mit Schneckenschleimextrakt. Ursprünglich kam diese Idee aus Chile, doch sie eroberte Südkorea im Sturm. Die Wirkung des Sekrets überzeugte in Korea, doch scheint sie hier noch nicht ganz angekommen. Ich persönlich finde, dass dieser Hauptinhaltsstoff erstmal abschreckend wirkt. Dennoch gibt es bestimmt Dinge die abschreckender sind als Schneckenschleim.

Außerdem überzeugt hier die Wirkung, denn das Serum soll Wunden schneller verheilen lassen, die Haut strahlender machen und Poren verfeinern. In vereinzelten Kosmetikstudios verkauft man Masken, Cremes oder auch Behandlungen mit Schneckenschleim. (Mehr über Schneckenschleim Kosmetik erfahrt ihr in unserem Artikel Schöne Haut mit Schneckenschleim Kosmetik.)

Das Erscheinen von K-Beauty am europäischen Markt

Wie kam K-Beauty eigentlich zu uns? Begonnen hat es vor ein paar Jahren mit der wunderbaren BB Cream. Ursprünglich wurde diese deckende Tagespflege von einer deutschen Dermatologin entwickelt. Südkoreanische Beauty Hersteller haben der BB Cream dann zu ihrer heutigen Beliebtheit verholfen. Die BB Cream verspricht die Haut zu pflegen und sorgt für einen gleichmäßigen Teint. Viele internationale Marken stellten dann ihre eigenen BB-Creams her und passten sie an den europäischen Markt an.

Dank Sozialer Netzwerke verbreitete sich ein weiterer Hype. Manche werden wissen worauf ich anspiele. Genau, es sind die eigenartigen Tuchmasken die es in verschiedensten Variationen zu kaufen gibt. Egal ob mit Panda- oder Tigermuster oder eine einfache weiße Baumwolltuchmaske, all dies gibt es schon seit Jahren in Korea zu kaufen. Durch Instagram kam diese Kuriosität auch im Westen an. Kein Wunder, denn die Tiermasken geben ein tolles Selfie ab! Es gibt in den heimischen Drogerien leider noch keine Pandamasken, aber „DM“ bietet schon Tuchmasken der Eigenmarke „Balea“ an. Auch online lassen sich die Tuchmasken finden, z.B. auf Amazon, Ebay, Shishicherie, etc.

Es tauchen auch immer wieder kleine K-Beauty Abteilungen auf: wie zum Beispiel beim Kosmetikriesen Sephora (den es leider noch nicht in Österreich gibt) oder bei Urban Outfitters (da kostet eine Maske jedoch zwischen 6 € und 8 € und das ist doch ein wenig zu teuer!) und vereinzelt gibt es auch K-Beauty Shops. MiiN Cosmetics eröffnete kürzlich einen Shop in München und in Wien könnt ihr bei TK Maxx verschiedenste koreanische Beauty Produkte ergattern.

Der Vorteil koreanischer Kosmetik

Was macht K-Beauty besonders oder was ist der Grund für den Hype in der Beauty-Szene? Nun ja, in Korea versucht man mit natürlichen Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel Schneckenschleim oder auch Tee-Extrakten, der Haut von Grund auf zu helfen. Auch verschiedene Make-up Cushions sollen die Haut schützen und diese auch verbessern. Das ist einer der größeren Unterschiede zwischen Korea und Europa.

Hier versucht man so schnell wie möglich die Haut optisch zu verbessern und Unreinheiten mit Foundation abzudecken, während in Korea die Routine ein langer Prozess ist. Dort kann die Hautpflege bis zu 10 Schritte beinhalten und das jeden Abend! Die Haut wird mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt. Die Basis soll eine gesunde und frische Haut sein.

Im Kontrast: viele Produkte hierzulande trocknen die Haut eher aus. Zusätzlich ist die asiatische Pflege nicht nur qualitativ hochwertig, sondern im Vergleich auch recht preisgünstig. Tuchmasken zum Beispiel gibt es in größeren Packs zu kaufen und einzeln kosten diese meistens nur wenige Euro.

„Here to stay“ oder „Fast to Go”?

Wie auch die koreanische Fashion-Szene ist auch der K-Beauty Markt innovativ und immer im Wandel. Es wird ständig versucht etwas neues und besseres zu finden.

Persönlich finde ich es etwas schwer mitzuhalten und zu wissen was nun DER Trend ist, vor allem weil diese erst Jahre später bei uns ankommen. Fakt ist, dass auch westliche Konzerne bei koreanischen Marken abschauen (Stichwort: BB Cream!). Und wir hier auch, manchmal sogar unbewusst, Produkte benutzen, die ihren Ursprung in Korea haben.

Der Hype, der hier noch nicht so wirklich ein Hype ist, kommt bei uns definitiv an. Im Schneckentempo, aber er wird bleiben! Genauso wie die BB-Cream, die fast jeder bei sich zuhause hat.

Vielleicht verändert der koreanische Beauty-Markt den europäischen,….aber nur vielleicht! Es wird sich in den nächsten Jahren herauskristallisieren, ob der europäische Markt bereit ist für Kosmetik aus Asien. Nachdem aber auch in den USA die Nachfrage an koreanischer Kosmetik steigt, ist es nur noch eine Frage der Zeit wann die Welle bei uns einschlägt.

Welche Produkte benutzt ihr, die eigentlich aus Korea kommen oder was wollt ihr unbedingt in den heimischen Drogerien finden? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Eure Lily